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COVID-19: Wer bezahlt mir meine Pauschalreise oder ein Tätigkeitsverbot?

Mar
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Foto: Anna Shvets (https://www.pexels.com/de-de/@shvetsa)

In diesem Ausnahmezsutand in dem wir uns derzeit befinden machen sich viele Menschen und vor allem Selbständige Sorgen um die finanziellen Folgen dieser Pandemie. Es erreichen uns auch

vermehrt Fragen, wie das Risiko eines Ausreiseverbots oder einer staatlich angeordneten Betriebsschließung durch Versicherungen gedeckt werden kann. Allerdings sind private Versicherungen in erster Linie dafür da individuelle Risiken zu versichern und nicht flächendeckende Ereignisse. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. bestimmte Betriebsschließungsversicherungen) sind private Versicherer daher nicht die geeigneten Ansprechstellen.

Allerdings bestehen teilweise anderweitige Hilfsmaßnahmen:

Falls Jemand eine Pauschalreise gebucht hat und erst nach der Buchung eine Reisewarnung ausgesprochen wir, hat diese Person anrecht auf eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung. Das gleiche gilt, wenn z.B. eine 14-tägige Quarantäne im Zielland bei Ankunft angetreten werden muss. Mehr Infos find Sie hier.

Falls Selbständige sich mit dem Virus anstecken und aus diesem Grund in Quarantäne gesetzt werden oder dadurch einem Tätigkeitsverbot unterliegt, haben sie laut § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) anrecht auf eine Entschädigung. Wichtig ist dabei, dass ein Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 3 Monaten nach dem Tätigkeitsverbot gestellt wird. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Ansonsten bemüht sich der Staat derzeit Lösungen wie Z.b. Liquiditätshilfen zur Unterstützung von Unternehmer zu finden. Mehr Infos gibt es z.B. hier.

Auch wenn die Situation in der wir uns befinden ernsthaft ist, hat die Menschheit in der Vergangenheit viel schwierigere Ereignisse überwunden. In solchen Zeiten ist es aber wichtiger denn je solidarisch zu denken und zusammen zu halten. Auch wenn jüngere gesunde Leute statistisch gesehen kein hohes Risiko haben schwere Folgen durch das Virus zu tragen, können wir alle durch unser fahrlässiges Verhalten das Leben von anderen Menschen auf Spiel setzen. Deshalb ist es wichtig sich an hoheitliche Anweisungen zu halten, den Kontakt zu anderen Pesronen zu minimieren, sich die Hände regelmäßig gründlich zu waschen und zu vermeiden sich ins Gesischt zu fassen.

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